DUKE Abschluss-Expedition

“DUKE” Abschluss-Expedition

Sich etwas zumuten, bei Problemen nicht aufgeben, im Team zusammenarbeiten und auf andere Rücksicht nehmen – das muss ein Jugendlicher leisten, wenn er die zweitägige Abschluss-Expedition des Internationalen Kinder- und Jugendprogramms “The Duke of Edinburghs International Award Germany” absolvieren will. Sechs Jungen und acht Mädchen der Konrad-von-Dürn-Realschule und des Kinderheims Walldürn haben dies geschafft und können stolz auf sich sein, denn sie haben bei einer zweitägigen Tour, bei der sie Rucksack, Zelt, Schlafsack, Verpflegung usw. mit sich schleppen, nicht nur 24 Kilometer Strecke abseits von Landstraßen und Ortschaften mit Hilfe von Karte und Kompass zurückgelegt: Sie sind auch über sich selbst hinausgewachsen. Denn mit extremen Wetterverhältnissen waren die Rahmenbedingungen manchmal schon eine Herausforderung.

Aber genau um diese Herausforderungen und dieses “Über-sich-selbst-hinauswachsen” geht es beim internationalen Jugendprogramm: “Du kannst mehr, als du glaubst!” ist nicht nur das Motto des “Duke”, sondern wird von den Jugendlichen immer wieder bestätigt. Denn beim Jugendprogramm geht es um viel mehr als nur um ein Abenteuer in der Natur. Die Teilnehmer setzen sich persönliche Ziele in den Bereichen “Fitness”, “Talent” und “Dienst” (Einsatz für andere), die sie jeweils in drei bzw. sechs Monaten erreichen. Wer dies durchzieht und die Expedition erfolgreich absolviert, dem winkt das Abzeichen in “Bronze” als verdienter Lohn.

Den Baustein “Expedition” haben die 14 Jugendlichen jedenfalls mit Bravour gemeistert, was sicherlich auch der sehr guten Vorbereitung durch die von Christoph Künzig, Thomas Bartwicki und Thomas Tonnier regelmäßig stattfindende “Duke-AG” zu verdanken ist. Denn natürlich müssen die Teilnehmer für die Herausforderungen entsprechend gewappnet sein und lernten hier Entfernungen abzuschätzen, die verschiedenen Möglichkeiten der Bestimmung der Himmelsrichtungen, sowie den Umgang mit Karte, Koordinaten und Kompass kennen. Außerdem wurden das Verhalten im Wald, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Zeltaufbau sowie das Packen des Rucksacks besprochen und geübt.

Ein weiterer wichtiger Schritt bei der Vorbereitung auf die Expedition ist die Probe-Expedition, die in gelungener Kooperation mit der Bundeswehr stattfindet. Nach einem Marsch von 12 Kilometern wurden die Jugendlichen vom Wachhabenden begrüßt und mit Verhaltensregeln für den Truppenübungsplatz vertraut gemacht. Während die Teilnehmer hier dem Regen trotzen mussten und es in einem klammen Zelt natürlich nicht immer angenehm war, stellte die Hitze bei der Abschluss-Expedition ganz andere Anforderungen an sie. So ist es nicht verwunderlich, dass die Teams, die von Bofsheim, Dörrhof und Rinschheim zum Hohenstadter Grund marschiert waren, ziemlich erledigt und heilfroh waren, am Tagesziel angekommen zu sein.

Doch nach Kochen und Abendessen war für die Erschöpften noch nicht gleich an Schlaf zu denken: ein heftiges Gewitter machte mitten in der Nacht den Umzug von den Zelten in die Garage der Familie Schmieg, auf deren Wiesen man campierte, notwendig.

Und nach einer kurzen Nacht mussten die Jugendlichen am nächsten Morgen wieder zeitig losmarschieren: das Endziel lockte! So machte sich die Jungsgruppe auf den Weg zum Dörrhof und bestimmte unterwegs Baumarten, da sie gemeinsam am Thema “Mischwald im Bauland” arbeiteten, während Christopher, Kevin, Nancy, Zoe und Anna auf ihrem Weg von Rinschheim über den Hohenstadter Grund nach Bofsheim mit fotografischen Impressionen einfingen, “was uns auf dem Weg begegnet”. Die “Senoritas” hatten sich als Projekt eine Videodokumentation der “Stimmungen während der Expedition” auf dem Weg vom Dörrhof über den Hohenstadter Grund nach Bofsheim vorgenommen.

Für die Begleiter und Betreuer von Realschule und Kinderheim war es natürlich eine besondere Freude, nicht nur zu sehen, wie gut die drei Teams alle Herausforderungen gemeistert haben und wie stolz sie – auch zu Recht – auf ihre Leistung sind. Vor allem die Stimmung innerhalb der einzelnen Teams, aber auch innerhalb der ganzen Gruppe, das tolle Miteinander und Füreinander der Teilnehmer ist für alle verdienter Lohn für oftmals ehrenamtliches Engagement.

RNZ vom 20.07.2016



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