Verleihung des Boris-Berufswahlsiegel an der Nardini-Schule Walldürn

In ganz Baden-Württemberg sind derzeit 550 Schulen berechtigt, das Boris-Berufswahlsiegel zu tragen, das den Schülern und Eltern der jeweiligen Schule signalisiert: Hier wird eine vorbildliche Berufsorientierung geboten!“

Seit kurzem zählt zu diesen 550 Schulen auch die Nardini-Schule in Walldürn, die zusammen mit dem Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian Walldürn als eine Schule in kirchlicher Trägerschaft, die früher als „Schule für Erziehungshilfe“ bezeichnet wurde und die nach der neuen Titulierung eine Bildungs- und Beratungseinrichtung der besonderen Art ist.

Nachdem dieses Boris-Berufswahlsiegel vor kurzem bei einer Veranstaltung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald in Mannheim einem Team der Nardini-Schule Walldürn von der Jury überreicht und der Nardini Schule dabei bescheinigt worden war, „eine beachtliche Zahl von Kooperationspartnern erworben zu haben, die sich der Schule verbunden fühlen und nicht nur Praktikumsplätze zur Verfügung stellen, sondern auch bei den schulischen Aktivitäten mitwirken würden“, fand nun am vergangenen Donnerstagmittag im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Eingangs-Foyer des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian Walldürn die Enthüllung der dort nun platzierten bzw. aufgehängten Boris-Berufswahlsiegel-Zertifizierungsplakette statt.

Zu diesem kleinen offiziellen Akt konnte der Schulleiter der Nardini-Schule Walldürn, Rektor Frank Hemberger eingangs die jugendlichen Heimbewohnern und Heimbewohnerinnen sowie zahlreichen Erzieherinnen und Erziehern sowie Verwaltungs-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern  und Bediensteten des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian Walldürn, das Lehrerkollegium der Nardini-Schule sowie ganz besonders natürlich die Heimleiterin und Rektorin der Erziehungseinrichtung „St. Kilian Walldürn“, Iris Hellmuth-Gurka in deren offizieller Funktion als Vertreterin der Stiftung „Erzbischöfliches Kinder- und Jugendheim St. Kilian Walldürn“ an diesem Tag begrüßen.

In seiner Ansprache ging der Schulleiter der Nardini-Schule sehr ausführlich auf die Bedeutung und den Stellenwert der Verleihung dieses „Boris-Berufswahlsiegels“ an eine Schule ein, dessen Ziele u. a. vor allem ein professionelles Qualitätsmanagement, Qualitätssteigerung und die Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf sind.

Durch ein solches Siegel gewährleistet seien eine Systematisierung der Konzepte, Kooperationspartner, Input aus Audit, Wettbewerbsvorteile sowie die Würdigung der zuvor geleisteten Arbeit.

Sehr wichtig gewesen sei für die Schulleitung und das Lehrerkollegium der Nardini-Schule Walldürn bei der Realisierung des Konzepts „Berufliche Integration für Kinder und Jugendliche mit Problemen im Bereich der emotionalen/sozialen Entwicklung“ die Vermittlung beruflicher Tugenden wie Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Motivation/Enga-gement, Lernbereitschaft, Ehrlichkeit, Fleiß und Flexibilität.

Das Thema „Beruf“ werde an der Nardini-Schule bereits sehr früh aufgegriffen, und so führe man bereits in der Unterstufe Betriebsbesichtigungen in verschiedenen Berufen durch und widme sich in der Mittelstufe dem Schwerpunktthema „Streuobstwiese“.

In der Oberstufe stünden in der Klassenstufe 7 zunächst die drei Themenschwerpunktbereiche „Kompetenzanalyse Profil AC“, „Talentzirkel“ und „Sozialpraktikum“, danach dann in der Klassenstufe 8 die Vorbereitung der Berufswahl und die Orientierung in Berufsfeldern mit den Schwerpunktbereichen „Inhaltliches Erarbeiten berufsrelevanter Themen“, „Beratungs-/Informationsgespräche“ sowie „Praktika und reale Begegnungen“ und schließlich in der Klassenstufe 9/10 die Themen-Schwerpunktbereiche „Bewerbung um eine Ausbildungsstelle bzw. Festlegung von Anschlussmaßnahmen“, „Besuch der Ausbildungsbörse der Agentur für Arbeit“ und „Praxistag“ im Mittelpunkt.

Nach diesen detaillierten und ausführlichen Ausführungen und Informationen über die Boris-Berufswahlsiegel-Zertifizierung war es sodann der Direktorin des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheimes St. Kilian Walldürn, Iris Hellmuth-Gurka, eine große Ehre, in ihrer Funktion als Vertreterin der Stiftung „Erzbischöfliches Kinder- und Jugendheim St. Kilian Walldürn“ und Heimleiterin der Einrichtung die Verleihung des Berufswahl-Siegels an die Nardini-Schule Walldürn offiziell bekannt zu geben.

Wie sie in ihrer kurzen Ansprache besonders betonen und hervorheben konnte, befasse sich die Nardini-Schule Walldürn schon seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema der beruflichen Orientierung ihrer Schüler. Die Lehrer der Nardini-Schülern würden ihre Schüler coachen und trainieren zur Vorbereitung auf Praktika, sich bei der Akquise von Praktikumsstellen einbringen, und am Ende würden die Fachkräfte an der Schule das Praktikum gemeinsam mit dem Betrieb und den Jugendlichen auswerten.

Das Besondere sei, dass die Nardini-Schule keine gewöhnliche Schule sei, sondern ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum für emotionale und soziale Entwicklung. Das heiße, die Lehrkräfte würden mit jungen Menschen arbeiten, die mitunter sehr herausfordernde Verhaltensweisen an den Tag legen würden. Somit sei es als eine außerordentliche Leistung zu werten, dass die Nardini-Schule bereits ab der Klassenstufe 1 das Thema „Berufliche Orientierung“ aufgreife und bearbeite. Das geschehe in einem eigens kreierten Schulfach, nämlich dem Schulfach OIB – „Orientierung in Berufsfeldern“.

Für die Unterrichtung der jungen Menschen im Fach „OIB“ gebe es ein festgeschriebenes Verfahren, ein Konzept, das die Abläufe strukturiere und in einen begünstigenden Prozess umlege. Dieser Prozess befähige die jungen Menschen am Ende, eine der wichtigsten Entscheidungen in ihrem Leben zu treffen, nämlich die Entscheidung: „Welcher Beruf passt zu mit, welche Ausbildung möchte ich machen?“

Auf Basis dieses Konzepts der Nardini-Schule sei es bereits vielfach gelungen, jungen Menschen für die Zeit nach der Schule eine Perspektive zu geben und sie in dem Wunsch zu bestärken, ein Leben in Eigenverantwortung zu führen und mit Hilfe einer abgeschlossenen Ausbildung.

Die Stiftung sei froh und stolz zugleich, dass über die Verleihung des „Boris-Berufswahl-Siegels“ sichtbar werde, welch hohe Standards die Nardini-Schule im Bereich der Berufsorientierung lebe.

Abschließend wünschte Heimleiterin und Direktorin Iris Hellmuth-Gurka in ihrer Funktion als Vertreterin der Stiftung „Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian Walldürn“ der Nardini-Schule weiterhin viel Erfolg im Bereich der beruflichen Orientierung  und gratulierte noch einmal sehr herzlich zur Verleihung dieses „Boris-Siegels, welches im Eingangsbereich des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian Walldürn dort wunderbar zur Geltung komme.

Nach einem weiteren kurzen Wortbeitrag des Heimschülers Pascal, der bei der Verleihung des „Boris-Berufswahl-Siegels“ in Mannheim mit dabei war, nahmen dann im Eingangs-Durchgangsbereichs des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheimes St. Kilian Walldürn Schulleiter Frank Hemberger, Heimleiterin Iris Hellmuth-Gurka, die beiden Projektleiter, sowie der Heimschüler Pascal gemeinsam die Enthüllung des der Nardini-Schule Walldürn verliehenen Boris-Berufswahl-Siegels vor.



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