Anastasia ist die beste Vorleserin

Anastasia ist die beste Vorleserin

Anmerkung: Der Artikel wurde uns von Frau Eck zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Am 19.11.2021 erschien der Artikel auch in den Fränkischen Nachrichten. In unserer Heimzeitung „MENSCHENSKINDER!“ haben wir die Nachnamen der teilnehmenden Kinder nicht aufgeführt.

Gibt es das – einen Wettbewerb, bei dem man in Konkurrenz zueinander antritt und bei dem es doch nur Sieger gibt? Spontan würde man dies sicher verneinen, aber beim diesjährigen Vorlesewettbewerb der Konrad-von-Dürn-Realschule gab es eigentlich nur Gewinner: Gewonnen haben alle Vorleser, die sich in den letzten Wochen mit einem Buch beschäftigt und ihre Vorlesetechnik verbessert haben, gewonnen haben auch die Klassenkameraden, die nicht nur Anregungen für neue Lektüren bekommen haben, sondern auch immer besser lernten, ihren Mitschülern konstruktive und differenzierte Rückmeldungen zu geben. Spannend machten es auch jeweils die drei Schülerinnen und Schüler der beiden sechsten Klassen, die um den Titel des Klassensiegers gegeneinander antraten. Auf Einladung der Leiterin Bianca Fürst fand die Endausscheidung wieder in den Räumen der Stadtbibliothek statt: Inmitten hoher Bücherregale und -plakate fieberten die frisch getesteten Sechstklässler mit ihren Klassenkameraden Enrico, Yara, Marie (alle 6a), Alexander, Alison und Anastasia (alle 6b) mit.

Diese lasen zunächst drei Minuten aus einem selbst ausgewählten Buch vor, um dann ihr Können auch mit einer unbekannten Textstelle aus „Luis und Lena. Die Zahnlücke des Grauens“ (Thomas Winkler) beziehungsweise „Die Schule der magischen Tiere“ (Margit Auer) unter Beweis zu stellen. Trotz Lampenfieber und Aufregung konnten alle sechs zeigen, dass sie gute Leser sind.

Entsprechend hatte die Jury mit den Realschullehrern Alev Bozdemir, Jenny Eckel und Martin Heß keine leichte Aufgabe. Überzeugen konnten letztendlich Enrico (6a) und Anastasia (6b) als Klassensieger. Anastasia gelang es nicht nur, alle Anwesenden mit einfühlsamem Lesen in die spannende Szene von „Emily Bones – Die Stadt der Geister“ zu entführen, auch die Atmosphäre des ihr unbekannten Textes brachte sie so versiert zu Gehör, dass sie nun zu Recht die Walldürner Realschule beim Kreisentscheid in Mosbach vertreten wird. Neben Urkunden und Geschenk-Gutscheinen der Stadtbibliothek gab es auch Präsente von den Klassen- und Deutschlehrerinnen Bianca Breunig-Teichmann und Regina Eck, die sich darüber freuten, dass der Vorlesewettbewerb ein Gewinn für alle gewesen sei.

Regina Eck