Informationen

Nardini-Schule

Wir sehen Verhaltensauffälligkeiten nicht als Eigenschaft einer Person, sondern zunächst als passende und zweckmäßige Reaktion auf eine belastende Lebenswirklichkeit. Damit ist auch auffälliges Verhalten eine aktive Handlungsform, die den Zweck hat, sich der problembeladenen Situation anzupassen, um die eigene Existenz zu sichern.

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Zielgruppe

Die Schülerinnen und Schüler haben einen amtlich festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung wie z.B. mangelnde Konzentrationsfähigkeit, ADHS, geringe Frustrationstoleranz, hohes Aggressionspotential, Probleme im basalen Bereich, Schulversagen, Rückzugsverhalten, Delinquenz, Verweigerung, Schulangst, Depression, …

 

Diese medizinischen Kategorien bringen für sich gesehen wenig für die pädagogische Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Stattdessen wird versucht, auf der Grundlage eines systemisch-konstruktivistischen Denkansatzes Lösungen für die einzelnen Kinder und Jugendlichen zu (er)finden.

Pädagogik

Die Basis von Lernprozessen bildet immer eine tragfähige Beziehung zwischen Schüler und Lehrer. Die Grundhaltung ist dabei eine systemische Ausrichtung. D.h. auch auffälliges Verhalten spiegelt zunächst lediglich die Konstruktion der individuellen Lebenswirklichkeit des jungen Menschen wider. Neues Verhalten kann demnach nur in sinnhaften kleinen Schritten erlernt werden.

 

Dazu benötigt der junge Mensch ein überschaubares und abgestimmtes Regelwerk, festgelegte Konsequenzen und unmittelbare Reaktionen auch auf Kleinigkeiten. Er lernt zunehmend, Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen, um dann auch Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

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Gesamtüberblick

Schultyp:Schule für Erziehungshilfe
(Sonderschule mit dem Förderschwerpunkte Sozialverhalten / Emotionalität)
Bildungsgänge:- Grundschule
- Hauptschule
- Werkrealschule
- Förderschule
Ziel: Rückführung ins öffentliche Schulsystem.
(für diese Rückführung gibt es ein besonderes Rückschulungskonzep)
Jugendhilfe: Aufnahme erfolgt i.d.R. in Verbindung mit einer Jugendhilfemaßnahme
(voll- oder teilstationären Maßnahme, sozialpäd. Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft)
Grundlage:- Bildungsplan der Schule für Erziehungshilfe
- individueller Förder- und Hilfeplan
Schülergruppen: - vollstationär
- teilstationär
- externe Schüler

Eine Jugendhilfemaßnahme sollte in allen Fällen installiert sein.
Standorte:- Stammschule Walldürn
- Außenstelle in Tauberbischofsheim (Nardini-Schule Tauberbischofsheim)
- Außenklassen in Mosbach
- Außenklassen an der Realschule Wertheim (inklusive Beschulung)
Prävention:- Sonderpädagogischer Dienst an Regelschulen
- Sonderpädagogische Beratungsstelle für Kinder vor der Einschulung
Platzzahlen: ca. 130 Plätze an verschiedenen Standorten für Schüler mit Feststellungsbescheid für die Schule f. Erziehungshilfe
Stufenkonzept:Unterstufe: Klasse 1-4
Mittelstufe: Klasse 4-7
Oberstufe: Klasse 7-9/10

Außenklassen Mosbach:
Klassen 1-5

Nardini-Schule Tauberbischofsheim:
Klassen 1-9/10 aufgeteilt in Unter-, Mittel- und Oberstufe

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