Fortbildungskolleg

Qualifizierungsmöglichkeiten

Fort- und Weiterbildungen stellen eine wichtige Voraussetzung für die Qualität des Angebotsspektrums der Einrichtung und die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar. Das Erzbischöfliche Kinder- und Jugendheim St. Kilian bietet im Rahmen des Fortbildungskollegs auch externen Fachkräften die Möglichkeit zur Weiterbildung an.

Fachtage

Zum Fortbildungskolleg im Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian gehören auch Fachtage mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Durch Vorträge namhafter Referentinnen und Referenten sowie Praxisworkshops werden die Themen umfassend bearbeitet.

 

Im Herbst 2018 wird der nächste Fachtag im Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian veranstaltet. In Kürze werden der Themenschwerpunkt sowie der organisatorische Rahmen bekanntgegeben.

Weiterbildungen

Ab Herbst 2018 wird die Weiterbildung „Systemische Führung“ stattfinden. Die konkreten Inhalte der Weiterbildung finden Sie nachfolgend.

Grundlagen systemischer Führung

 

  • Einführung in die Weiterbildungsreihe
  • Persönliche Themen- und Zieldefinition
  • Klärung des Führungsverständnisses
  • Systemische Grundlagen in der Führung
    • Bedeutung von Kommunikation
    • Wirklichkeitskonstruktionen
    • Komplexität
    • Zirkularität
    • Kontextualität
    • Perspektive – Perspektivenwechsel
    • Neugierde und Offenheit
    • Hypothesenbildung
    • Selbstorganisation: Steuerung vs. Beobachtung
    • Neutralität vs. definierte Positionierung
  • Zielführende Haltungen: Ressourcen-, Kunden- und Lösungsorientierung

 

Führung durch: Historisches Bewußtsein – Sinngebung – Zieldefinition und –kontrolle

Entwicklungsphasen – Standortbestimmung – Bilanz

 

  • Perspektive: Organisation als Rahmen und Auftraggeber
  • Perspektive: Ich als Führungskraft in der Organisation
    Führungsverantwortung in der vertikalen und horizontalen Dimension heißt Komplexität aus einer „Sandwich-Position“ heraus zu managen. Die daraus entstehenden Möglichkeiten vernetzten Arbeitens und Notwendigkeiten der Abgrenzung werden in ihrer wechselseitigen Beeinflussungen geklärt und Handlungsoptionen erarbeitet.
  • Komplexität managen bedeutet: Diese an-erkennen, erhöhen, reduzieren.
  • Führung heißt: Zielorientiert den Rahmen für erfolgreiches Handeln setzen. Hier ist zu fragen, wie sich Erfolg für die unterschiedlichen Positionen im System definiert und diese aktiv für den eigenen Führungsauftrag zu nutzen.
  • Teamführung und –entwicklung- Entwicklungsphasen, Teamrollen, -positionen und -dynamik
    • Instrumente für die Arbeit im und mit dem Team
    • Kollegialität: initiieren und begrenzen / Kollegiale Beratung
    • Besprechungsmanagement
    • Konflikte klären und Themen moderieren
    • Entscheiden und verwalten

 

Darüber hinaus gehören Krisen und Phasen gravierender Prozesse von Veränderung oder organisationaler Entwicklung zum Alltag von Führungskräften. Es wird die Fähigkeit benötigt, Handlungsstrategien in schwierigen Führungssituationen zu entwickeln, Veränderungen zu initiieren und zu gestalten und Widerstand konstruktiv einzubinden. Des Weiteren muss mit Verlusten umgegangen und dennoch Wege gefunden werden, um Motivationseinbußen und Streß zu regulieren. Es geht darum, sich selbst und Mitarbeiter_innen weiterhin mit Blick auf die Ziele und Aufgaben der Organisation zu orientieren, Mitarbeiter_innen und sich selbst zu führen.

Führung durch Instrumente

 

Systemtheoretisches Denken ist die Basis effektiver und effizienter Führungsinstrumente sowohl im Führungsalltag als auch in schwierigen und in besonderer Weise herausfordernden Situationen.

 

  • Gespräch, verbale Ebene
    • systemische Gesprächsführung und Techniken
    • Problem- und Lösungsszenarien
    • Kommentare, wie z. B. Anerkennung, Wertschätzung, Umdeutung (reframing)
    • Vorgaben
  • Berücksichtigung des organisationskulturellen Aspektes
  • systemische Grundhaltungen (Vertiefung)
  • Ressourcen- und Lösungsorientierung, Kundenorientierung

 

  • Körperhaltung/Gestus, non-verbale Ebene
  • Kommunikationsstile und -kontexte
    • persönlichkeitsbezogen (Schulz-v.Thun / Satir)
    • Führungsstil
    • kontextbezogen
    • strukturell
  • Strukturen: Wer redet mit wem über was?
    • formell
    • informell
  • Methoden und Techniken
    • Auftrag, Erfolgsdefinition und Kontrolle
    • Mitarbeiter- / Personalentwicklungsgespräche
    • Metakommunikation
    • Visualisierungen
    • Metaphern / Symbole / Rituale
    • Supervision und Coaching
    • Feedback
    • Systemische Fragetechniken
    • Transparenz
    • Zuverlässigkeit / Verläßlichkeit / Glaubwürdigkeit

 

Führung durch Inhalte

 

Erfolgreiches Führungshandeln entscheidet auf der Sachebene, schätzt Folgen ab und gestaltet aktiv Beziehungen. Es ist orientiert an den Faktoren: Mensch/Person – Kontext – Sinn – Werte – Ziele.

 

  • Personorientiert: Jegliches Führungshandeln bezieht sich auf und hat Wirkungen für Menschen. Empathie und Wertschätzung sind zentrale Wirkfaktoren. Gesundheitsorientiertes Führen und work-life-balance sind Teil der Führungsverantwortung.
  • Kontextbezogen: Führung erhält ihren Rahmen durch die Strukturen der jeweiligen Organisation/Institution, die sich wandelnden Umgebungs-bedingungen, die Aufgaben und Ziele sowie die Kultur und die historischen Gegebenheiten. Sie balanciert und nutzt diese Elemente in der Kommunikation mit anderen Führungskräften und Mitarbeiter_innen.
  • Sinnvermittelnd: Personalführung gelingt wesentlich über die Fähigkeit der Führungskraft, sich sinnstiftend zu verhalten und die Sinnhaftigkeit von Entscheidungen zu vermitteln.
  • Werteorientiert: Hier geht es um den Einklang bzw. die Differenz zwischen den postulierten und den gelebten Werten der Organisation, denen der Führungskraft und den Werten der Mitarbeiter_innen. Die Aufgabe ist es, einen Weg des Ausgleichs und der Umsetzung zu finden.
  • Konfliktlösend: Erfolgreiche Führung erkennt Konflikte und die dahinter stehenden Bedürfnisse und Dynamiken. Die mit Konflikten verbundenen Irritationen werden für Innovationen und Entwicklung genutzt.

Selbst-Führung

 

  • …als Prozeß
  • braucht Zeit und Kommunikationspartner_innen
  • definiert das Führungsprofil und –konzept (und überprüft es hin und wieder)
  • erkundet Ressourcen
  • nutzt Feedback(-schleifen), aktiv und passiv
  • setzt Perspektivenwechsel voraus / klärt Selbst- und Fremdbild (systemtheoretisch-konstruktivistisch)
  • fördert selbstkritisches und sich selbst würdigendes Bewußtsein
  • erkennt, setzt und akzeptiert Grenzen
  • klärt Konfliktmanagement
  • reflektiert Zeitmanagement (Planung, Mails, Meetings)
  • sorgt für Gesundheit (Salutogenese) / balanciert Körper, Geist und Seele / reguliert Streß / sorgt für basale Lebensprozesse (Bewegung – Schlaf – Ernährung)
  • differenziert Rolle und Rollenhandeln kontextbezogen
  • evaluiert und bilanziert (immer wieder) Lernerfolge und Entwicklungsschritte
  • stellt sich Fragen wie
    • Was will ich wirklich?
    • Was bewegt mich, treibt mich an?
    • Wie erlebe ich Dinge, Situationen, Menschen?
    • Welches Tun und Lassen dient mir und den anderen?

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